1 Nacht in Moskau ... Chinareise 2006 -   Beijing (Peking)
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Datum: 1.12.2006

1 Nacht in Moskau ...
der sibirische Winter hält mich umklammert ....

Motto: 10 Wochen kein Regen ...

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot änderte im Herbst ihren Flugplan und somit auch die Möglichkeit, noch am selben Tag die Strecke Beijing - Moskau - Zürich zurück zu legen.

Dies führte für mich zu zusätzlichen Vorbereitungsarbeiten, denn es galt, um den Flughafen über die Nacht verlassen zu könnnen, ein Touristen-Visa auf der russischen Botschaft in Beijing zu erwerben!

Wie alles, dass mit Ämtern, Botschaften oder dergleichen zu tun, braucht es dafür genügend Zeit und Durchhaltewille!

Bei meiner verregneten Ankunft in Moskau musste ich, dank eines hilfreichen Zufalls, feststellen, dass der Rückflug vom Morgen sogar noch um 30 Minuten vorverschoben wurde.

Nach harten Verhandlungen mit einem russischen Taxivermittler ging die Fahrt durch auf der dunklen, verregneten und mehr als nur dreckigen Hauptstrasse (oder war es gar eine Schnellstrasse mit viel Stau) in Richtung Zentrum. Vorbei an IKEA, Mediamarkt, sämtlichen westlichen Autovertretungen, Elektronikverkaufsläden und unzähligen grossen Restaurants erreichte mein Taxifahrer eine dunkle Seitenstrasse mit meinem per Internet reservierten Hofel.

Kurz einchecken und ab in die Stadt. Per Fuss, um möglichst viele Eindrücke sammeln zu können, marschierte ich rund 40 Minuten (zügigen Tempos) in der klirrenden Kälte der Hauptstrasse entlang und erreichte, den berühmten "roten Platz"!

Überall die grossen Werbeplakatte des Westens, die Produkte, die scheinbar jeder Russe haben müsste, um sein ohnehin trostloses Leben bereichern zu können!!!

Wo die Strasse durch die Werbung, den bevorstehenden Weihnachtsverkauf oder sonst eine massive Beleuchtung beinahe taghell erleuchtet war, standen sie. Jene, die nicht vom Wohlstand oder vom Aufschwung profitieren, jene die sich dem Rauchen und dem Alkohol ergeben, um das Leben angenehm zu gestalten!

Nicht einzelne, nicht wenige, nein, viele hundert Menschen standen in den dunklen Ecken der Parks, angelehnt an die nicht beleuchteten Strassenecken und tranken, was es zu trinken gab. Bier aus Büchsen oder einfach Alkohol aus Glas- oder Plastikbehältern.

Ein trostloses Bild, in einer vom Regen und Umweltdreck vollständig verschmutzten Stadt!  
Selbst die aufwendigen Dekorationen für den Weihnachtsrummel mochten die Trostlosigkeit nicht wirklich verdecken!
Auch die leuchtenden Farben dieses weltberühmten und wenn man davor steht, eher kleinen Gebäudes lassen nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufkommen. Und dies lag auch nicht daran, dass ich die Kälte von Moskau, mittlerweile bei -15° Grad völlig unterschätzt hatte....
Der nächste Morgen brachte mich mit der wohl schnellsten Taxifahrt meines Lebens (Durchschnitt: 140km/h) auf jenen Strassen, die ich am Vorabend mit 40 km/h beinahe auswendig lernen konnte zurück zum Flughafen.

Dort lagen sie noch immer, jene Personen, die sich nicht ein Visa zum Verlassen des trostlosen russischen Flughafens besorgt hatten und während ich bereits im Himmel schwebte, die ersten Sonnenstrahlen geniessen konnte, warteten diese Personen auf ihre Weiterreise ...

Nun ja, Moskau werde ich nicht vergessen, umso mehr, als ich auch bei meiner letzten Rückkehr aus China wieder Halt machen werde. Ich hoffe jedoch, dass im Monat April nicht nur das Wetter, sondern auch die Stadt einen besseren Eindruck hinterlässt!

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