Einreise Libyen ... Sonnenfinsternis-Tour 2006 in die Libysche Wüste  
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Karte Libyen


Stand 21.3.2006

Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier

Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Grenze Libyen bedeckt, heiss 27 Grad 1:30 Std. 100 km 70 km/h 10.8 L
Flugplatz Tripoli bedeckt, sehr heiss, regnerisch 4:00 Std . 190 km 48 km/h 10.8 L
Leptis Magna dunkle Nacht, schwül heiss 3:00 Std. 150 km 65 km/h 10.7 L
 
Heute steht uns der grosse Tag bevor!

Wenn alles klappt und nichts aussergewöhnliches passiert, sollte es möglich sein, in Libyen einreisen zu können. Schönes Wetter begleitete uns an die tunesische Grenzkontrolle.


Unterwegs gab es wieder Einiges zu beobachten und im Stillen festzuhalten, dass Reichtum nicht nur aus Geld bestehen kann. In Europa, speziell in der Schweiz klagen wir regelmässig über viele Themen, 'Klagen auf hohem Niveau' müsste wohl richtig sein, denn wer hier mit offenen Augen das Land durchquert sieht Dinge, die sind kaum zu glauben....


Endlich die Grenze und wie es sich gehört, anstehen und gedudig warten. Doch dieses Warten gilt erst der Ausfahrt aus Tunesien, die Einfahrt in Libyen und die damit verbundenen 'Wartestunden' haben einigen unserer Reisegruppe schwer zu schaffen gemacht. Warten auf Godot...


Nach fünf Stunden endlich das alles erlösende Gefühl. Ein libysches Nummernschild, eine aufwendige Dokumentation und höchste Zeit den Flughafen von Tripoli zu erreichen. Denn dort wartet Hans unser letzter Teilnehmer bereits seit Stunden.


Kaum über der Grenze, das erste Mal tanken. Und nun folgt die sonderbare Geschichte mit einem elektronischen Schlüssel, der nahegenug am oder im Auto, so dass man fahren könnte, aber einfach nicht aufzufinden ist! Grosse Hektik, ohne jeden Erfolg, also weiterfahren, denn solange das Auto fährt ist er in der Nähe!


Die Lösung des Schlüsselproblemes bringt eine zarte Hand, die den Weg unter den Sitz findet. Besten Dank.

In den ersten Minuten der Dämmerung geht es nun Richtung Flughafen. Die Reise ist beschwerlich und dauert beinahe ewig. Die libyschen Strassen bei Nacht zählen zu einem ganz speziellen Abenteuer.

Keine Beschilderungen, nicht dass die Amerikaner doch noch den Weg zur Hauptstadt finden würden!

Endlich der Flughafen und die Freude über das Wiedersehen ist derart gross, dass allen Unlauten zum Trotz, das nächste Gruppenfoto entstanden ist. Wie bereits erwähnt: "Beharrlichkeit führt immer zum Ziel"


Leider fehlten noch immer rund 150 Km bis zum eigentlichen Ziel, dem Zeltplatz von Leptis Magna, dem kulturellen Höhepunkt dieser Reise. Leptis Magna, die drittgrösste römische Stadt, die je existiert hat, heute ein Weltkulturerbe.

Unser libyscher Führer, war dafür besorgt, dass an jeder Polizeikontrolle, die notwendigen Stempel und Durchgangsbestätigungen eingeholt wurden. Dieses Prozedere, wiederholte sich mehrere Dutzend Mal an diesem Tag. Lästig, doch, da ja die Sonnenfinsternis kurz bevor steht, eine Pflichtübung, die sorgfältig zu erledigen ist!

Zum Zeitpunkt unserer Ankunft im Camp von Leptis Maga interessierten sich jedoch nur noch sehr wenige für diese Tatsache. Wer um Mitternaacht, nach einem langen Tag, der bereits um 07:00 Uhr begonnen hatte, sein Ziel erreicht, der ist entweder total Müde oder hat Hunger. Also, raus mit den Küchenutensilien, schnell eine Büchse Ravioli öffnen und mit Chili und Knoblauch würzen, Käse drüber und fertig ist ein kleines 'Göttergericht' für Anspruchsvolle. Selbst für jene, die noch nie Ravioli aus der Büchse gegessen haben, eine vernünftige Alternative.

Und wie immer wenn andere bereits das Licht gelöscht haben, brennt eines in die klare Nacht hinein ....
 
weiter im Bericht
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