Ziel Sonnenfinsternis-Platz.. Sonnenfinsternis-Tour 2006 in die Libysche Wüste  
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Karte Libyen


Stand 28.3.2006


Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Zilla - Start Wüstenpiste sonnig, heiss, 25 Grad 2:20 Std. 160 km 67 km/h 10.4 L
Piste - Camp 1 sonnig, sehr heiss, 28 Grad 2:10 Std. 90 km 42 km 12.9 L
Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier


Der Tag beginnt mit spektakulären Bildern, die direkt ins Dachzelt geliefert werden. Einzelne haben es sogar versucht, die Nacht unter dem Sternenhimmel zu verbringen, leider kam der Schlaf nicht zur rechten Zeit. So blieb nur die Sterne zählen, den Mondniedergang zu beobachten und daran zu denken, dass die nächste Nacht wieder im Dachzelt 'geschlafen' wird.

Pünktlich um 09:00 Uhr ging die Fahrt los. Ziel, die kleine Ortschaft Zilla, wo zum letzten Mal die Vorräte an Benzin, Wasser und Leb ensmittel aufgestockt werden konnten. Leider konnte der Reisebericht nicht aktualisiert werden, da das einzige Internetcafe geschlossen war. Schade!


Danach folgte nochmals ein kurzes Stück Strasse bevor es nun wirklich hinaus in die Wüste gehen sollte. Die letzte grosse Burg mit einer wunderschönen grünen Palmenoase und ab auf die sandigen Pisten der Sahara.


Zur letzten Vorbereitung zählte das Luftablasen. Alle Fahrzeuge mussten Luft lassen. Kurz verpflegen und ab in den Sand.


Vorbei an der einzigen sichtbaren Ölbohrstelle und quer durch die Wüste Richtung Süden. Unser Campplatz in einer kleinen Senke bot ausgezeichneten Schutz vor den Wüstenwinden. Vor dem Fondueessen in der Gemeinschaft genossen wir den schönen Sonnenuntergang und diese Nacht schliefen alle ausgezeichnet.



Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Camp 2 sonnig, sehr heiss, 30 Grad 5:10 Std. 164 km 32 km 19.2 L
Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier


Und wieder beginnt ein Morgen. Wunderbare Momente der Besinnlichkeit und der Harmonie. Wie bereits in den letzten Tagen geht es pünktlich um 09:00 Uhr los. Die Gruppe ist wieder unterwegs ...


Vorbei an den Wadis, den sogenannten ausgetrockneten Flussbetten der Wüste, wo noch Pflanzne gedeihen. Und immer wieder genügend Platz, um das Auge von der Schönheit der Natur verwöhnen zu lassen.


Wer gute Aufnahmen machen möchte, muss auch bereit sein, aus speziellen Positionen zu fotografieren.

Nebst einer phantastischen Landschaft, durften wir auch noch diesen Berg bestaunen, der obwohl er wie ein Vulkan aussieht, keiner ist. Auf alle Fälle ein sehr guter Moment, ein Gruppenfoto zu realisieren ....



Unser Führerteam, Tom mit Freundin Lisa sowie unser libyscher Polizist Agilla führen uns zielsicher durch die Wüste, wenigstens soweit, bis sein 'Landi' zum ersten Mal im Sand stecken bleibt und die Gruppe mithelfen muss. Wenige Meter dahinter geschieht dies noch weiteren Fahrzeugen, so auch unserem Dünenbild-Lastwagen. Auch hier kann mit gemeinsamer Hilfe das Fahrzeug aus seiner misslichen Lage befreit werden.



Wieder zeigte sich die Wüste von den verschiedensten Seiten. Heller, beinahe weisser Sand wechselt zu braunem, goldgelben gar schwarzen Sand und Gestein. Eines bleibt sich jedoch sicher, wer eine Blechbüchse den Naturkräften der Wüste überlässt, erhält eine schwarze, mattpolierte Dose, die ebenmässig vor sich her 'vegetieren' wird....


Im Camp angekommen, wird als erstes die Reinigungsequippe aufgeboten. Das Auto muss vom Staub befreit werden, wer nicht den ganzen Wüstensand im Auto haben möchte.


Das Nachtessen unter dem sternenklaren Himmel: Nudeln mit Fleischkügelchen und Frühlingsgemüse (sprich Karotten, die während der Reise warm bekommen haben). Für Ernst nur ein bisschen Bouillon und frischen Tee. Er hatte heute keinen sehr guten Tag, da die Migräne ihm die Freuden der Sahara ein wenig vermiesen wollte.


Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Camp 3 sonnig, windig - sehr windig, sehr heiss, 30 Grad 4:20 Std. 180 km 40 km 20 L
Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier

Kurz vor der Abfahrt, das gewohnte 'Briefing', sprich kurze Orientierung, was heute auf dem Programm steht ...


Dananch wieder die Weite der Sahara. Obwohl sich die beiden Bilder sehr gleichen, sind zwischen den Aufnahmen über 30 Minuten Fahrzeit verstrichen. Aber wo es Platz gibt, hat es eben auch Platz für Gleichmässigkeit ....


Kaum denkt man nicht mehr daran, ändert sich auch gleich wieder die Perspektive der Wüste. Doch dieses Mal änderte sich auch gleich die Ausgangslage für den restlichen Ferienaufenthalt. Meine Kamera versagte den Dienst nach einem kurzen Stolpern im Sand. Keine Möglichkeit mehr, die Optik zu bedienen und weitere Aufnahmen zu machen.

Welcher Schreck! Kurz nach dem Eintreffen am neuen Camp-Standort hiess es darum, alles Erdenkliche zu versuchen, um wieder Fotos schiessen zu können. Zwei Stunden 'Kleinstarbeit mit Demontieren und Putzen'. Und endlich wieder ein Foto!

Keine Zoomfunktionen, doch dort wo die Wüste derart gross ist, muss man nicht die kleinsten Details erfassen ....


Rechtzeitig für den aufkommenden Wind, der uns später auch gezwungen hatte, den Campstandort nochmals zu wechseln, kamen wieder Bilder auf den Chip.


Und daher war dieser Sonnenuntergang erst recht spektakulär.

Nach dem Zügeln des Camp's konnten wir unser Nachtessen, Reis mit Currybananen im Schutz der Lastwagen, quasi in einer Wagenburg, leider nur sehr 'sandig' geniessen. Wie es scheint gehört auch dies zu den Launen der Natur ....


Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Camp 4 sonnig, sehr windig, heiss, 25 Grad 2:35 Std. 116 km 43.9 km 19.2 L
Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier

Mit dem Wind sinken auch die Temperaturen in der Nacht. Nur gerade 5-7 Grad zeigte das Thermometer an!

Der Morgen gehörte, jedoch wieder der Sonne und ihrer einzigartigen Kraft des Lichts. Zum ersten Mal begleiten uns später Wolken während unserer Fahrt durch die endlosen Weiten.


Wie aus dem Nichts erschienen plötzlich mehrere goldfarbene Dünenketten. Zeit, kurz anzuhalten, die Dünen zu besteigen und trotz der heftigen Winde, die Aussicht zu geniessen.


Die Harmonie zwischen Wind, Sand und Sonne ist einzigartig. Eine perfekte Gleichung von Physik und Schönheit.


Die Weiterfahrt führte uns nun in die Nähe des Vulkankraters 'Wau an Namus', oder besser ausgesprochen 'Mückenloch'.


Der plötzliche Wechsel vom goldfarbenen Sand, zum schwarz gefärben Sand kündigte den Vulkankrater bereits mehrere 10 Kilometer vorher an. Was uns jedoch am Rand des Kraters erwartete ist mit Bildern kaum zu beschreiben. Einzigartige Schönheit in Vollendung. Wasser mitten im Nirgendwo. Genau was uns gefehlt hatte. Erst ein kühles und 'erfrischendes' Bad, anschliessend der Aufstieg zum Gipfel und später der noch steiliere und sehr beschwerliche Aufstieg aus dem Krater.


Herrlich, einfach in der Sonne zu seitzen und den Pelz zu wärmen un das Licht zu geniessen.

Endlich auch Zeit, die bereits in Leptis Magna gekauften Postkarten zu schreiben, inspiriert durch den Sonnenuntergang ....


Das Nachtessen wurde wieder individuell gestaltet. Ernst und ich hatten die Freude im Lastwagen von Monika und Jean-Louis zu Gast zu sein. Ich durfte meine Kochkünste mit gebratenen Peperoni mit Käse überbacken, Tomaten und grüner Salat sowie Rotwein-Risotto mit Morcheln und Steinpilzen (Barolo) vorführen. Der Erfolg war riesig und Reste gab es auch keine mehr. Bis auf das Dessert!

Ich hatte in Zilla mit einem Gemüse- und Früchtehändler über eine "Wassermelone" diskutiert und auf meine Fragen "Watermelon" und "sweet immer ein bestätigendes Yes resp. Kopfnicken erhalten. Wir haben uns daher wirklich sehr auf diese zuckersüsse Spezialiät gefreut. Es stellt sich jedoch heraus, dass es nur ein Kürbis war und nicht die erwartete Wassermelone. Kein Dessert! Zum Glück konnten wir jedoch noch den übrigen Teilnehmern eine kleine Freude bereiten. Das Halloweengeschicht sollte wenigens den bösen Drachen vor der Kabine einer der Mitgliederfahrzeuge halten."


Etappe Wetter Reisezeit Distanz vitesse Verbrauch
Camp 5 sonnig, sehr windig, heiss, 28 Grad 1:50 Std. 71 km 40 km 18.5 L
Hinweis: die vollständige Bildergalerie (Grossformat) befindet sich hier

Zusammenräumen und den Kürbiskopf alleine zurücklassen für die nächste 'Kurzetappe' bis zum Sonnenfinsternis-Platz.


Da ja noch genügend Zeit blieb, reichte es für eine Umrundung des Wau an Namus.


Im Gegensatz zum Vortag war heute jedoch die Hölle los. Wie es scheint, werden rund 2000-3000 Interessierte zur Sonnenfinsternis erwartet

Im neuen Camp mussten wir uns zuerst mit den Tücken der Sonnenstoren beschäftigen ....


GPS sei Dank, als endlich die bereits längst erwarteten Freude, der 4wöchigen Tour am gleichen Standort, mitten in der Wüste erschienen.


Kurze Begrüssung und endlich Zeit, den vorbereiteten Apéro gemeinsam zu geniessen. Einige nutzen den langen Tag auch zum Wäscheservice.


Das gemeinsam gekochte Nachtessen, Tortillas mit einer weissen-Bohne-Sauce und Cantadou schmeckte ausgezeichnet und wurde nur noh durch das später servierte Dessert, Schoggi-Créme mit Birnenstückchen war der Hammer.

Morgen folgt nun der eigentliche Höhepunkt unserer Reise. Die Sonnenfinsternis um 10:00 Uhr Ortszeit macht bereits heute Abend jeden ein wenig nervös.

weiter im Bericht
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