STV-Leiterkurs Frauen/Männer 2004, Filzbach  
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die Teilnehmer
die Lehrübungen
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Stand 27.11.2004

der Schweizerische Turnverband, STV, organisiert für die Leiterinnen und Leiter der Frauen- und Männerriegen einen Grundkurs zur Vorbereitung auf Ihre Leitertätigkeit. Im Lehrgang 2004 wurden in Filzbach, während zwei verlängerten Wochenenden, die wichtigsten Grundsätze vermittelt.
 
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Bericht ...
Die Ausbildung zur Leitertätigkeit Frauen- und Männerturnen wurde an zwei verlängerten Wochenenden (24.-26.9./19.-21.11.2004) durchgeführt.

21 Turnerinnen und Turner fanden sich pünktlich in den wunderschönen Sportanlagen des Sport- und Seminarzentrum Kerenzerberg in Filzbach ein. Das Wetter, welches zum Glück draussen bleiben musste, mochte die Sportbegeisterten nicht wirklich begeistern. Doch ihm galt während der nächsten zweimal drei Tage auch nicht die oberste Priorität.

Wir wurden vom Leiterteam Karin Antonini, Elisabeth Hänny und Urs Hilfiker empfangen und starteten auf dem Sitzball mit einem grossen Wollknäuel die grosse Begrüssungsrunde.

Während der nächsten Stunden folgten verschiedenste theoretische und praktische Lektionen. Themen zu Musik und Bewegung, Kraft und Fitness und die Gestaltung des Lektionsaufbaues wurden aufgegriffen. Nach einem kräftigen Nachtessen und den ersten Informationen zur Lehrübung folgte am Freitag Abend für viele der direkte Weg ins Bett. Einzig für die vier Männer, die ihre Unterkunft im Hotel und nicht wie die zahlreichen Frauen im Sportzentrum hatten, dauerte der Abend, auch dank der ausgezeichneten und fürsorglichen Zuwendung von Ingrid, bis in die frühen Morgenstunden.

Der Samstag galt der Theorie und der Praxis aus der Trainingslehre, den Unterschieden zwischen strukturiertem, halboffenem und offenem Lernweg. Die gute Küche und die freundliche Bedienung bereiteten die Kursteilnehmer auf den letzten Teil des Abends vor. Im Heisswasser-Whirlpool der Schwimmhalle wurden die Grundlagen der Regeneration eins zu eins in die Praxis umgesetzt. Dank dieser optimalen Vorbereitung gelang es danach einigen der Frauen, den Weg nicht direkt ins Bett, sondern ins Nachtleben zu finden. Noch immer waren jedoch konditionelle Mängel sichtbar. Zuweilen fehlte auch einwenig der Durchhaltewillen, den die vier Männer ganz speziell auszeichnete.

Der Sonntag galt dem Beweglichkeitstraining, dem Training der Ausdauer, der Verletzungsprävention und dem grossen Gebiet von Spiel und Stafetten mit den Einsatzmöglichkeiten der Taktik. Pünktlich um 16:30 wurden die Teilnehmer vom Leiterteam in die verdiente Pause zur Vorbereitung der Lehrübung geschickt.

Zum zweiten Wochenende fanden sich noch zwei weitere Kursteilnehmer, welche den Frühlingskurs nicht beenden konnten, ein. Auch dieses Wochenende wurde geprägt von den extremen Wetterverhältnissen. Es regnete am ersten Wochenende ununterbrochen und jetzt schneite es von Freitag bis Sonntag mehr oder weniger durchgehend.

Nach einer kurzen Begrüssung startete das anspruchsvolle Programm mit Haltungsgymnastik, dem Lernniveau dargestellt in der Lektion Leichtathletik "stossen und werfen", den komplexen Anforderungen an die Leiterpersönlichkeit und einem kurzen Ausflug in die Verbandsstruktur. An diesem Wochenende wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Hotel untergebracht. Dennoch zogen es die zahlreichen Frauen vor, schon früh den Weg zur verdienten Regeneration ins Zimmer zu wählen. Einzig die Männer, verstärkt mit Mary und/resp. der alten Zwätschgä kehrten spät ins Hotel zurück. Das Team hatte bereits die ersten Vorbereitungen zum "bunten Abend" beendet. Und bevor dieses Fünfergrüppchen den Weg ins Bett fand, genossen diese die verdiente alti Zwätschgä aus der Glaspfeiffe.

Der Samstagmorgen diente mit den Lektionen Krafttraining und der "Koordination" der koordinativen Fähigkeiten, der Vorbereitung auf die nachmittäglich stattfindenden Lehrübungen. Und nach dem Mittagessen begannen in den zwei Hallen die einzelnen Lehrübungen im 20 Minuten-Takt. Für alle galt es, die gemachten Vorbereitungen den kritischen Leiterkollegen vorzubringen. Nur nicht nervös sein, sondern mit viel Elan einsteigen.

Jede Prüfung endet und die Teilnehmer sowie das Leiterteam konnten sich auf die nächste Herausforderung vorbereiten.

Das Männerteam hatte sich bestens vorbereitet. Währenddem das Nachtessen in der Skihütte vorbereitet wurde, führte die zweite Gruppe die Gäste mit einem wunderschönen "Nacht-OL" in die warme Stube, hoch oberhalb von Filzbach. Begrüsst in der kalten Novemberluft mit einem Glas Champagner und nicht Chlöpfmoscht, ging es in die warme Stube. Es folgte ein gesunder Apéro, bestehend aus frischem Gemüse und frisch zubereiteten Dip-Saucen. Später folgte das herrliche Fondue. Die Männer liessen keine Zweifel aufkommen, dass sie nicht nur im Turnen eine gute Figur hinterlassen, sondern auch die vielfältigen Aufgaben eines Gastgebers beherrschen.

Die Gäste genossen die tolle Stimmung und wurden auch noch von unseren Kolleginnen aus dem Tessin mit herrlichen Süssspeisen verwöhnt. Vor allem die Männer genossen die verschiedenen Kuchen und allem voran den ausgezeichneten Nocino. Und so erstaunte es nicht, dass der Inhalt der Flasche den Abend nicht überstand. Als sich schliesslich die ersten Frühheimkehrerinnen auf den Weg machten, standen die Männer in der Küche und sorgten für einen sauberen Abgang. Unterstützt von fleissigen Frauenhänden ging die Küchenarbeit sehr rasch von der Hand. Einige der Heimkehrerinnen kämpften auf ihrem Heimweg schliesslich nicht nur mit der frischen Luft, sondern zusätzlich mit dem rutschigen Gelände! Der harte Männerkern, begleitet von einigen wenigen netten Damen sorgten schliesslich für einen letzten Höhepunkt dieser Nacht, dem Genuss der Glaspfeiffe. Früh in den Morgenstunden führte der Weg für die Letzen, hinunter zum Hotel. Kevin machte es schliesslich möglich, das auch der Abschluss dieses Abends seine letzten und verdienten Höhenpunkte fand.

Der frühe Sonntagmorgen gehörte dem Erabeiten des EAG-Modelles anhand einer Lektion Volleyball. Nebst der Animationslektion Trends wurden die Abschlussgespräche durch die verantwortlichen Leiterinnen und Leiter durchgeführt. Der wirkliche Abschluss dieses Kurses gehörte der Übergabe der Kursbestätigung und damit verbunden der Anerkennung zur Leitertätigkeit. Herzliche Gratulation!

Der Dank als Abschluss dieses Berichtes gilt der hervorragenden Betreuung durch das Sport- und Seminarzentrum Kerenzerberg, der tollen Organisation des Leiterkurses durch Karin, die zusätzlich mit der laufenden Synchronübersetzung für die Tessiner Kolleginnen betraut war. Die beiden Leiterkollegen Elisabeth und Urs trugen ebenfalls dazu bei, dass dieser Kurs uns lange in Erinnerung bleiben wird. Ein spezieller Dank gilt den vier Männern, die sich als Gentlemen der ganz speziellen Sorte, um das Wohlergehen der zahlreichen Frauen bemühten und dies mit viel Phantasie bewiesen.